Mittwoch, 5. August 2026
Lizard Point und St. Ives
Heute wartete einer der Tage auf uns, auf den wir uns schon lange gefreut hatten. Nach einem gemütlichen Frühstück in unserer Ferienwohnung machten wir uns auf den Weg zum südlichsten Punkt des britischen Festlands, dem Lizard Point.
Schon die Fahrt dorthin war typisch Cornwall. Die Straßen wurden immer schmaler und führten zwischen hohen Hecken hindurch. Manchmal bildeten die Bäume sogar einen richtigen grünen Tunnel. Uns wurde schnell klar, warum viele sagen, dass Autofahren in Cornwall ein kleines Abenteuer ist.
Am Parkplatz angekommen, liefen wir noch etwa 15 Minuten bis zur Küste. Der Weg war angenehm und führte durch die wunderschöne Landschaft. Als wir schließlich den Lizard Point erreichten, wurden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Dunkle Felsen, das tiefblaue Meer und die kräftige Brandung boten ein beeindruckendes Bild. Je nach Sonneneinstrahlung schimmerte das Wasser sogar türkis. Wir blieben eine ganze Weile dort, genossen die Aussicht und machten viele Fotos.
Anschließend fuhren wir weiter nach St. Erth, denn von dort wollten wir mit dem Zug nach St. Ives fahren. Am Park-and-Ride erwartete uns allerdings eine kleine Überraschung. Der Parkplatz war komplett belegt. Zum Glück fanden wir in einer Seitenstraße noch einen freien Platz und liefen von dort zum Bahnhof.
Der Zug war ziemlich gut gefüllt, doch das störte überhaupt nicht. Die Fahrt entlang der Küste war wunderschön. Immer wieder öffnete sich der Blick auf kleine Buchten, Strände und das glitzernde Meer. Allein diese Bahnstrecke war schon ein kleines Highlight.
In St. Ives angekommen, wussten wir sofort, warum der Ort so beliebt ist. Die engen Gassen, die Natursteinhäuser, die kleinen Geschäfte und das maritime Flair machten sofort gute Laune. Hinter fast jeder Ecke wartete ein neuer Blick auf das Meer.
Zur Mittagszeit probierten wir endlich etwas, das zu Cornwall einfach dazugehört. Ich entschied mich für eine Cheese and Onion Pasty, Jens nahm eine Steak Pasty. Beide waren richtig lecker und genau das, was wir uns erhofft hatten.
Besonders schön war auch die Stimmung im Café. Im Hintergrund lief Musik. Als "Hey Jude" erklang, sang der Chef gut gelaunt mit. Kurz darauf lief "Mr. Tambourine Man". Das passte einfach perfekt zu diesem entspannten Urlaubstag.
Frisch gestärkt schlenderten wir weiter durch die Stadt. Wir entdeckten hübsche Kirchen, viele liebevoll gepflegte Häuser und überall blühende Pflanzen. Besonders die großen Sukkulenten an den Mauern fielen uns auf. Durch das milde Klima fühlen sie sich hier offensichtlich pudelwohl.
Die Ausblicke waren immer wieder spektakulär. Das Wasser leuchtete in den unterschiedlichsten Blau- und Türkistönen und die langen Sandstrände wirkten fast karibisch. Kaum zu glauben, dass wir in England unterwegs waren.
Natürlich durfte auch ein Eis nicht fehlen. Wir holten uns jeder eine Kugel und freuten uns auf die kleine Erfrischung.
Allerdings hatte eine Möwe offenbar denselben Plan.
Blitzschnell flog sie von hinten heran, streifte dabei fast mein Cappy und schnappte sich anschließend Jens' Eis direkt aus der Hand. Sein Eis war damit praktisch Geschichte. Erst waren wir völlig verdutzt, kurz darauf mussten wir beide herzlich lachen. So etwas erlebt man schließlich nicht alle Tage.
Später begegneten wir noch zwei besonders süßen Hunden. Einer beobachtete ganz entspannt das Geschehen aus einem geöffneten Fenster. Ein anderer, ein kleiner lockiger Hund, stellte sich neben Jens an die Promenade und schaute mit ihm gemeinsam aufs Meer. Es sah wirklich so aus, als würden die beiden zusammen die Aussicht genießen.
Am Nachmittag machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg. Mit dem Zug ging es erneut entlang der traumhaften Küste zurück nach St. Erth. Diesmal bekamen wir sogar einen Sitzplatz und konnten die Aussicht noch einmal ganz entspannt genießen.
Zurück in unserer Ferienwohnung ließen wir den Tag gemütlich ausklingen und waren uns schnell einig:
St. Ives hat unsere Erwartungen sogar übertroffen.
⭐ Fazit
Heute haben wir zwei völlig unterschiedliche Seiten Cornwalls kennengelernt. Am Vormittag die wilde, raue Schönheit des Lizard Point und am Nachmittag das lebendige, charmante St. Ives mit seinen engen Gassen, traumhaften Stränden und dem glasklaren Meer. Dazu kamen eine wunderschöne Zugfahrt, leckere Pasties, ein hervorragendes Eis, eine freche Möwe und gleich zwei niedliche Hunde. Ein Tag, den wir bestimmt noch lange in Erinnerung behalten werden. 🌊🇬🇧🩵
Nachgestellte Szene 😀