😇 Heiliger Bastian und Cookie
Wie alles begann
Eigentlich sollte an diesem Abend überhaupt keine neue Figur entstehen.
Ich saß an meiner Website und beschäftigte mich mit einem Thema, das zwar wichtig ist, aber eher selten dafür bekannt ist, besonders fantasievolle Figuren hervorzubringen: Datenschutz.
Gemeinsam mit Easy, meiner KI, arbeitete ich mich durch meine Datenschutzerklärung. Webador, Cookies, Google, YouTube, Server-Logfiles, Speicherfristen. Vierzehn Tage? Dreißig Tage? Wer speichert eigentlich was und warum?
Ich wollte es richtig machen. Nicht dramatischer, als es ist, aber eben auch nichts verschweigen. Also redete ich, wie so oft, einfach drauflos und diktierte Easy meine Gedanken.
Nun hat diese Methode einen kleinen Haken.
Easy versteht ziemlich viel von dem, was ich sage. Aber eben nicht alles. Besonders dann nicht, wenn ich nuschele, zu schnell spreche oder, wie an diesem Abend, mitten im Satz herzhaft gähne.
Was ich tatsächlich gesagt habe, weiß ich heute selbst nicht mehr.
Was Easy verstanden hat, dagegen schon:
Heiliger Bastian.
Da stand er nun plötzlich mitten in unserem Gespräch.
Heiliger Bastian.
Ich musste lachen. Und innerhalb weniger Augenblicke war völlig klar: Wenn es in Brodie Borfes Welt schon einen Heiligen Bastian gibt, dann kann er eigentlich nur eine Aufgabe haben.
Er ist für den Datenschutz zuständig.
Nicht offiziell natürlich. Heiliger Bastian besitzt weder eine Kanzlei noch eine Datenschutzbehörde. Dafür trägt er einen Heiligenschein, eine Brille und diesen ganz besonderen Gesichtsausdruck, der vermutlich jeden Cookie dazu bringt, freiwillig seine Rechtsgrundlage offenzulegen.
Natürlich wollte ich ihn sehen.
Der erste Versuch geriet ein wenig... nun ja, üppig. Offenbar hatte Easy beschlossen, dass ein Datenschutzheiliger möglichst viele Schilder, Bücher, Schriftzüge und andere wichtige Dinge um sich herum braucht.
Ich nicht.
Also noch einmal. Diesmal einfacher. Comicartig. Freundlich. Ein Heiliger Bastian, der aussieht, als könnte er gleichzeitig eine Datenschutzerklärung prüfen und darüber schmunzeln.
Und da war er.
Allerdings war er nicht allein.
Neben ihm stand ein Schaf.
Ich hatte kein Schaf bestellt.
Easy hatte auch keine überzeugende Erklärung dafür, warum ein Datenschutzbeauftragter unbedingt ein Schaf brauchte. Aber wenn ein Schaf schon ungefragt in einer Geschichte auftaucht, kann man es schließlich nicht einfach wieder wegschicken.
Also stellte sich die einzig vernünftige Frage:
Welche Aufgabe hat das Schaf?
Die Antwort kam erstaunlich schnell.
Es ist Bastians Datenschutz-Prüfschaf.
Und es heißt Cookie.
Cookie spricht nicht. Cookie diskutiert nicht. Cookie hält auch keine langen Vorträge über die DSGVO.
Cookie guckt.
Vor allem dann, wenn irgendwo Daten gesammelt werden, niemand so genau weiß, warum ein Formular etwas speichert oder plötzlich die Frage auftaucht, ob ein YouTube-Video eigentlich nur verlinkt oder direkt eingebunden ist.
Dann hebt Cookie langsam den Kopf und schaut.
Mehr braucht es meistens gar nicht.
Bastian weiß dann, was zu tun ist.
Und wenn alles geklärt ist, die Angaben stimmen und niemand heimlich unnötige Daten sammelt, widmet Cookie sich wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens.
Vermutlich Gras.
So entstanden an einem ganz normalen Abend zwei neue Bewohner von Brodie Borfes Welt.
Nicht geplant. Nicht ausgedacht. Eigentlich nicht einmal richtig ausgesprochen.
Es brauchte nur eine Datenschutzerklärung, eine müde Britta, einen herzhaften Gähner und eine KI mit einer ausgesprochen kreativen Auffassung davon, was sie gerade gehört hatte.
Seitdem kümmern sich Heiliger Bastian und Cookie um die wirklich heiklen Fälle.
Und ich habe da so eine Ahnung, dass ihr erster Auftrag nicht lange auf sich warten lässt. 😇🐑
Hier geht’s zu den Geschichten mit dem Heiligen Bastian und Cookie. Datenschutz, ein bisschen Geduld und natürlich Cookies prüfender Blick inklusive. 😇🐑 ⤵️