🩷 Britni & der Spaziergang, der keiner wurde

Im Wohnzimmer herrschte ein herrlich chaotisches Frühstücksgefühl.

Luna tanzte. Mona streute Zucker.

Und Britni saß auf dem Teppich – zwischen Kakaobechern, zerbröselten Zwiebackresten und einem Toast, der so viel Marmelade trug, dass er beim ersten Biss überfordernd aussah.

Joss und Brodie waren unterwegs.

Und das bedeutete:

Wohnzimmerpicknick-Tag.

Eine heimliche Tradition der Brodie-Bande – wobei…

so heimlich war das nie.

„Warum sind da Krümel im Teppich?“, hatte Brodie oft gefragt.

Und Mona hatte meist geantwortet: „Krümel? Welche Krümel?“

mit dem Unschuldsausdruck einer Milbe, die in Sahne badet.

Nach dem dritten Kakao

und einer sehr ausdrucksstarken Tanzeinlage zu Dancing Queen

(inklusive Lunas 360°-Pirouette mit Krümelabflug)

kam der Vorschlag,

„Alle zusammen! Spaziergang um den See!“

Alle Augen richteten sich auf Britni.

Sie lächelte.

Zog ein Bein an.

Löffelte weiter ihren Milchreis.

Und spürte es wieder.

Dieses kleine Ziehen im Bauch.

Nicht weil sie die anderen nicht mochte – ganz im Gegenteil.

Sie liebte diese Bande.

Und sie genoss es, Teil von etwas zu sein.

Aber manchmal… war es einfach zu viel.

Zu laut.

Zu wuselig.

Zu durcheinander.

Früher hätte sie Ja gesagt.

Weil sie niemanden enttäuschen wollte.

Weil sie dachte, Zuneigung müsse man sich verdienen – durch Mitmachen.

Weil sie glaubte, Rückzug wirke wie Desinteresse.

Aber heute war heute.

Und Britni hatte gelernt.

Sie hatte gelernt, dass Nein kein Angriff ist.

Dass ein echtes Ja nur dann zählt, wenn es auch ein echtes Nein geben darf.

Und dass sie nicht immer springen muss, nur weil jemand „Los!“ ruft.

„Ich bleib heute hier“, sagte sie schließlich,

leise, aber klar.

„Ich war so gern beim Frühstück dabei. Aber der Spaziergang – das ist mir gerade zu viel.“

Mona nickte.

Luna nickte.

Niemand schmollte.

Niemand war enttäuscht.

Denn wer sich wirklich kennt,

kennt auch den Wert von Grenzen.

Britni schnappte sich später ein Kissen,

legte sich auf die Couch,

die Kopfhörer auf den Ohren –

und lauschte „Weather With You“.

Draußen zogen Wolken vorbei,

drinnen war es warm.

Und Britni dachte:

Es gibt Mut, der laut jubelt –

und Mut, der leise flüstert:

Heute bleib ich bei mir.

✨ Ein kleiner Hinweis in eigener Sache:

Meine Figuren entstehen mit viel Liebe, Fantasie – und mit Unterstützung von KI. Ich bin keine klassische Illustratorin, sondern arbeite mit digitalen Mitteln, um meine kleinen Welten sichtbar zu machen. 🎨💡

Die Darstellungsstile variieren, denn manchmal sehen meine Figuren eher wie Zeichnungen aus, manchmal sind sie ein bisschen realistischer – das gehört für mich zur kreativen Entwicklung dazu. 🐑📷

Für mich dürfen die früheren Bilder genauso bleiben, wie sie sind – auch wir ändern ja manchmal unsere Frisur, den Stil oder einfach die Perspektive aufs Leben. 💇‍♀️👗🌈

Ich freue mich, wenn ihr mit offenem Herzen lest. 💖