Tag 11 | 11.08.2026 | Lake District / Ullswater

📅 Dienstag, 11. August 2026

Ullswater, Berge, Wind und ganz viel Lake District ⛴️⛰️🌊

Heute begann unser Tag nicht mit einer Sehenswürdigkeit, sondern mit einer kleinen Notwendigkeit. 😄

🚗 Erst einmal: Car Wash!

Die Möwen von Maryport hatten den Mustang offenbar über Nacht sehr lieb gewonnen und ihn entsprechend großzügig dekoriert. So konnte er jedenfalls nicht bleiben.

Also war Jens' erste Amtshandlung heute Morgen: ab in die Waschbox.

Und wenn schon Car Wash, dann natürlich richtig. Für mein kleines Video gab es die passende musikalische Begleitung mit „Car Wash“ von den Weather Girls. 😂 Während Jens mit Schaum und Hochdruckreiniger beschäftigt war, saß eine Möwe ganz in der Nähe und beobachtete das Geschehen.

Wir waren uns nicht ganz sicher, ob sie nur die Qualitätskontrolle übernommen hatte oder bereits überlegte, wann sie das frisch gereinigte Werk wieder verschönern könnte. 😅

Danach war der Mustang jedenfalls wieder vorzeigbar und wir konnten starten.

⛰️ Schon der Weg war wunderschön

Unser Ziel für heute war der Lake District, genauer gesagt Ullswater.

Und schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis für sich.

Maryport lag irgendwann hinter uns und die Landschaft wurde mit jedem Kilometer schöner. Weite Felder, Schafe auf den Wiesen, Berge am Horizont und dieser riesige Himmel über allem.

Später wurden die Straßen kleiner. Alte Steinmauern begleiteten uns, mächtige Bäume standen dicht am Straßenrand und immer wieder fuhren wir durch kleine Orte. Zwischendurch plätscherte ein Bach neben der Straße und dann öffnete sich plötzlich wieder die Landschaft.

Es war genau diese Mischung, die uns so gut gefallen hat. Mal weit und offen, dann wieder grün und fast verwunschen.

Und irgendwann lag er vor uns:

Ullswater. 💙

⛴️ Mit den Ullswater Steamers über den See

In Glenridding angekommen, beschlossen wir ziemlich spontan, Ullswater nicht nur vom Ufer aus anzuschauen.

Also buchten wir bei den Ullswater Steamers eine Fahrt über den See bis nach Pooley Bridge und später wieder zurück.

Das war eine verdammt gute Entscheidung. ❤️

Vom Wasser aus wirkte die Landschaft noch einmal ganz anders. Ringsherum Berge, grüne Hänge, kleine Buchten und immer wieder Segelboote auf dem See. Dazu dieses herrliche Wetter und ein Himmel, der aussah, als hätte sich jemand bei den Wolken besonders viel Mühe gegeben.

Man musste eigentlich gar nichts machen.

Einfach sitzen.

Schauen.

Und genießen.

Unterwegs begegnet einem auch immer wieder ein bisschen Geschichte des Sees. Auf Tafeln wird erzählt, was Ullswater und die Gegend geprägt hat. Eine davon erinnert daran, dass der See 1962 davor bewahrt wurde, als Wasserreservoir genutzt zu werden.

Gut so. Dieser wunderschöne See darf sehr gerne einfach See bleiben. 😄

🐑 Pooley Bridge

In Pooley Bridge gingen wir von Bord und machten uns erst einmal zu Fuß auf den Weg.

Der kleine Ort gefiel uns sofort. Steinhäuser, viel Grün, die kleine Kirche und natürlich Schafe. Denn ohne Schafe wäre ein Tag in dieser Gegend inzwischen offenbar nicht vollständig. 😂🐑

Wir liefen ein bisschen durch den Ort und machten anschließend im Pooley Bridge Inn Pause.

Das Essen war für uns eher Kategorie: kann man machen, muss man aber nicht unbedingt noch einmal haben. 😄 Dafür saßen wir schön draußen und konnten einfach eine Weile Pause machen.

Anschließend ging es noch ein Stück weiter durch Pooley Bridge und ans Wasser. Bei dem tollen Wetter war dort einiges los und einige Menschen nutzten die Gelegenheit sogar zum Baden.

Wir beließen es beim Zuschauen. 😉

🐶 Und dann war da Dexter

Manche Urlaubsbekanntschaften brauchen ungefähr drei Sekunden.

Dexter war so eine. ❤️

Ein heller, lockiger Hund, den wir unterwegs kennenlernten und in den wir uns beide praktisch auf der Stelle verliebt haben.

Es gibt Hunde, die sieht man und denkt: süß.

Und dann gibt es Dexter.

Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. 😂🐶

💨 Mit ordentlich Wind zurück nach Glenridding

Für die Rückfahrt erwischten wir ein anderes, deutlich schnelleres Schiff.

Und damit bekam die Fahrt noch einmal einen völlig anderen Charakter.

Es war ziemlich windig und entsprechend frisch und lebendig ging es über den See. Haare und Frisuren hatten irgendwann ihre eigenen Pläne. 😂

Aber genau das machte richtig Spaß.

Wieder diese Berge ringsherum, das Wasser, die Weite und jetzt noch der Fahrtwind dazu. Die Hinfahrt war eher gemütliches Genießen, die Rückfahrt fühlte sich deutlich flotter an.

Beides auf seine Art richtig schön.

🏔️ Über den Whinlatter Pass

Zurück in Glenridding war unser Lake District Tag aber noch längst nicht vorbei.

Für die Rückfahrt Richtung Maryport nahmen wir eine Strecke über den Whinlatter Pass.

Und spätestens dort war wieder klar: Heute ist nicht nur das Ziel das Erlebnis. Die Straßen dazwischen sind es genauso.

Mal führte die Strecke unter einem dichten Dach aus Bäumen hindurch. Dann wurde die Landschaft plötzlich wieder weit und vor uns lagen Täler und Berge.

Alte Steinmauern zogen sich scheinbar endlos über die Hänge. Dazwischen Farne, Heide, Felsen und immer wieder Schafe. Kleine Straßen schlängelten sich durch diese Landschaft, und hinter der nächsten Kurve konnte schon wieder ein völlig neuer Ausblick warten.

Teilweise lagen die Berge dunkel vor uns, während die Sonne andere Hänge zum Leuchten brachte. In der Ferne tauchte wieder Wasser auf und darüber dieser riesige Himmel mit seinen ungewöhnlichen Wolkenformationen.

Es war eine Landschaft, bei der ein schlichtes „schön“ eigentlich nicht reicht.

Sie hat etwas Beruhigendes und gleichzeitig etwas Gewaltiges.

Man schaut hinaus, wird plötzlich ganz still und denkt einfach:

Genau deshalb sind wir hier. ❤️

Und auch mit unserem Mustang Cabrio ließ sich die Strecke gut fahren. Natürlich ist das kein kleines Auto und auf den schmaleren Abschnitten fährt man entsprechend aufmerksam. Aber genau solche Erfahrungen sind vielleicht auch für andere interessant, die den Lake District mit einem größeren oder breiteren Auto erkunden möchten.

🍦 Ein kurzer Zwischenstopp

In Cockermouth legten wir noch einen kurzen Stopp ein, erledigten einen Einkauf und gönnten uns nebenbei ein Eis.

Kein spektakulärer Geheimtipp aus irgendeiner kleinen Manufaktur. Einfach ein Eis aus dem Supermarkt. 😂🍦

Dann ging es zurück nach Maryport.

🌊 Ein letzter Walk am Meer

Nach so einem Tag hätte man durchaus sagen können: Jetzt reicht es.

Aber wir waren wieder am Meer.

Und wenn das Wasser nur wenige Minuten entfernt ist, zieht es uns eben noch einmal raus. ❤️

Also machten wir am späten Nachmittag noch eine größere Runde durch Maryport und Richtung Küste.

Wieder zeigte sich die Landschaft bei Ebbe völlig anders. Das Wasser hatte sich weit zurückgezogen und vor uns lagen Sand, Felsen, Watt und kleine Wasserflächen, in denen sich das Licht spiegelte.

Nach den Bergen und Seen des Lake District war diese Weite plötzlich ein kompletter Kontrast.

Unterwegs kamen wir auch am Maritime Museum vorbei. Das alte Gebäude fällt schon von außen auf und der große Anker davor erinnert daran, wie eng Maryports Geschichte mit dem Meer und der Seefahrt verbunden ist.

Weiter ging es Richtung Hafen.

Auch dort hatte die Ebbe große Flächen freigelegt. Kleine Rinnen zogen sich durch den Boden, Vögel suchten nach Futter und am Horizont verschwammen Wasser, Himmel und die gegenüberliegende Küste beinahe miteinander.

Wir liefen einfach weiter, schauten und genossen noch einmal diese Ruhe.

⭐ Fazit

Was für ein schöner Tag.

Er begann mit einem Mustang, den die Möwen dringend einer Grundreinigung würdig befunden hatten. 😂

Danach kamen Berge, grüne Täler, Steinmauern, Ullswater, eine wunderschöne Bootsfahrt, Pooley Bridge, Schafe, Dexter, ordentlich Fahrtwind, der Whinlatter Pass und immer wieder Landschaften, bei denen wir einfach nur staunen konnten.

Und zum Schluss?

Wieder das Meer.

Morgens Car Wash, mittags auf dem See, nachmittags durch die Berge und abends am Meer.

So darf ein Urlaubstag gerne aussehen. ❤️⛰️⛴️🌊