Freitag, 14. August 2026
Von West Linton nach Broadford auf der Isle of Skye 🏔️🌊
Es gibt Fahrtage, an denen man einfach von A nach B kommen muss.
Und dann gibt es Tage wie diesen.
Die Strecke von West Linton nach Skye war ein Geschenk. ❤️
☕ Frühstück, Sachen packen und los
Nach zwei Nächten hieß es Abschied nehmen von West Linton. Wir hatten uns dort wirklich wohlgefühlt und auch das Hotel hatte uns gut gefallen.
Noch schnell gefrühstückt, Bagel, Joghurt und Kaffee, Sachen ins Auto und um 9:20 Uhr ging es los.
Und die Vorfreude war groß. Heute sollte es endlich auf die Isle of Skye gehen.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Nicht nur das Ziel würde heute etwas Besonderes werden. Schon der Weg dorthin sollte uns völlig begeistern.
🚻 Erste wichtige Sehenswürdigkeit: eine Toilette 😂
Natürlich hatte ich unsere erste Pause sorgfältig vorbereitet.
Nicht etwa wegen einer Sehenswürdigkeit.
Nein.
Wegen einer öffentlichen Toilette. 😂
Ich hatte vorher online gesucht und in Callander am Ancaster Square einen Parkplatz mit öffentlichen Toiletten gefunden. Wenn man einen längeren Fahrtag vor sich hat, muss man schließlich Prioritäten setzen. 😄
Und weil wir schon einmal da waren, gab es anschließend noch einen richtig leckeren Kaffee bei Costa um die Ecke.
Damit waren wir bestens gerüstet für die Highlands.
🏔️ Und plötzlich waren wir mittendrin
Je weiter wir Richtung Norden kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft.
Irgendwann wussten wir überhaupt nicht mehr, wo wir zuerst hingucken sollten.
Berge. Seen. Wasserfälle. Schafe. Weite Landschaften. Straßen, die sich scheinbar endlos hindurchschlängelten.
Dazu dieses typisch schottische Wetter, das heute gefühlt alles einmal ausprobieren wollte. Mal hingen schwere Wolken über den Bergen, mal nieselte es ein bisschen und plötzlich öffnete sich irgendwo eine Wolkenlücke und die Sonne setzte einzelne Hänge in ein völlig anderes Licht.
Und wir?
Wir hätten am liebsten permanent gefilmt und alle paar Kilometer angehalten.
Immer wieder kam ein:
„Guck mal da!“
„Boah!“
„Hast du das gesehen?“
Und kaum hatte man sich von einem Ausblick erholt, kam hinter der nächsten Kurve schon der nächste.
📸 Anhalten. Gucken. Weiterfahren. Wieder anhalten.
Natürlich haben wir es nicht geschafft, einfach durchzufahren.
Unterwegs hielten wir immer wieder an Aussichtspunkten an. Manchmal wussten wir später selbst nicht mehr ganz genau, welcher See oder welcher Berg nun auf welchem Foto zu sehen war.
Aber eigentlich war das auch völlig egal.
Wir wollten nicht dokumentieren, welcher Berg wie heißt.
Wir wollten festhalten, wie unglaublich schön es hier war.
An einem Aussichtspunkt war der normale Parkplatz voll. Also haben wir uns ganz kurz auf den Busparkplatz gestellt.
Ähm.
Ja.
Durften wir nicht. 😬😂
Aber wir wollten diesen Ausblick unbedingt sehen und waren auch schnell wieder weg.
⛽ Und wo sind jetzt eigentlich diese seltenen Tankstellen?
Vor der Reise hatte ich natürlich gelesen, dass man in den Highlands besser frühzeitig tanken sollte, weil Tankstellen teilweise rar sein können.
Also hatte ich Jens vorsorglich mehrfach darauf hingewiesen:
„Wir müssen rechtzeitig tanken!“
Sicherheitshalber.
Man weiß ja nie.
Das Problem war nur:
Gefühlt kamen wir ständig an Tankstellen vorbei. 😂
Irgendwann entwickelte sich das Ganze zum Running Gag. Bei jeder weiteren Tankstelle hätte Jens eigentlich nur noch kommentarlos in meine Richtung gucken müssen.
Ja ja.
Ich wollte halt vorbereitet sein. 😂
🌦️ Schottland macht heute einfach alles
Die Landschaft veränderte sich ständig.
Mal fuhren wir zwischen gewaltigen Bergen hindurch, deren Spitzen in den Wolken verschwanden. Dann lagen plötzlich wieder Seen neben der Straße. Überall liefen kleine Wasserfälle die Hänge hinunter.
Dazwischen Schafe.
Immer wieder Schafe. 🐑❤️
Und dieses Licht!
Gerade weil der Himmel oft grau und wolkenverhangen war, wirkten die wenigen Sonnenstrahlen manchmal fast dramatisch. Plötzlich leuchtete irgendwo ein Berghang, während rundherum noch dunkle Wolken hingen.
Man konnte sich kaum sattsehen.
🏰 Ein geplanter Stopp fällt durch
Ein Castle hatten wir uns für die Strecke ebenfalls ausgesucht.
Eilean Donan Castle.
Auf Bildern hatten wir uns das irgendwie anders vorgestellt. Als wir es dann sahen, sprang bei uns beiden der Funke nicht über.
Also gab es ausnahmsweise kein:
„Da müssen wir raus!“
Sondern eher:
Nö. Weiter. 😄
Keine Fotos, kein Stopp.
Man muss schließlich nicht alles toll finden, nur weil es in jedem Reiseführer steht.
🌉 Und dann kam Skye
Je näher wir unserem Ziel kamen, desto größer wurde wieder die Begeisterung.
Wasser, Berge, Inseln und schließlich die Brücke nach Skye.
Schon bevor wir überhaupt an unserer Unterkunft angekommen waren, waren wir völlig geflasht.
Wir sind tatsächlich auf der Isle of Skye.
Nach all den Bildern, die wir vorher gesehen hatten, waren wir jetzt wirklich hier. ❤️
🌊 Angekommen in Broadford
In Broadford angekommen, wurden erst einmal die Sachen ausgepackt.
Lange im Zimmer sitzen?
Natürlich nicht.
Wir wollten wissen, wo wir hier eigentlich gelandet waren, also ging es noch zu Fuß auf eine kleine Runde durch den Ort.
Broadford selbst hat uns dabei nicht völlig umgehauen. Durch den Ort führt eine recht stark befahrene Hauptstraße, es gibt einige Restaurants, Geschäfte und einen gut sortierten Co-op.
Aber zwischendrin entdeckten wir auch eine richtig hübsche, ruhige Ecke mit alten Steinmauern, Garten und Wasser.
Und überhaupt war das Wasser heute sowieso ständig da.
❤️ Und dann dieser Garten
Zurück an unserer Unterkunft gingen wir noch einmal hinter das Haus.
Und da standen wir.
Direkt vor uns das Wasser.
In der Ferne Berge und Inseln.
Und zwei Stühle, von denen aus man eigentlich einfach nur dasitzen und gucken müsste.
Eigentlich.
Mein erster Gedanke war natürlich:
„Wo sind denn jetzt die Otter und die anderen Tiere?“ 😂
Wir hatten schließlich schon darüber gesprochen, was man hier alles entdecken könnte.
Die Realität meldete sich allerdings ziemlich schnell zurück.
Auf einem Stuhl war Vogelkacka.
Also besser nicht hinsetzen.
Und dann waren da noch die Midges.
Diese winzigen schottischen Nervensägen hatten offenbar ebenfalls festgestellt, dass wir angekommen waren. 😅
Damit war die romantische Gartenrunde etwas kürzer als gedacht.
Also beschlossen wir:
Wenn wir reingehen, Fenster zu! 😂
Otter: keine.
Vogelkacka: vorhanden.
Midges: ebenfalls vorhanden.
Willkommen auf Skye. 😂❤️
🚿 Und irgendwann war einfach Schluss
Nach dieser Fahrt brauchten wir kein großes Abendprogramm mehr.
Wir machten uns etwas zu essen, gingen duschen und ließen den Tag langsam ausklingen.
Und während draußen Skye vor unserer Tür lag, war eigentlich nur noch eines klar:
Heute war nicht irgendein Fahrtag gewesen.
Wir hatten zwar ein Ziel auf der Karte gehabt, aber das eigentliche Erlebnis lag auf den vielen Kilometern davor.
Die Highlands mit ihren Bergen, Seen und Wasserfällen. Die Wolken, der Nieselregen und plötzlich wieder Sonne. Die Schafe. Unsere vielen kleinen Stopps. Das permanente Staunen.
Und dieses Gefühl, am liebsten überall gleichzeitig anhalten zu wollen, weil hinter jeder Kurve schon wieder etwas Neues auftauchte.
⭐ Unser Fazit
Wir sind heute auf Skye angekommen.
Aber wenn uns später jemand fragt, was an diesem 14. August das Schönste war, wird die Antwort wahrscheinlich nicht nur Skye lauten.
Es war der Weg dorthin.
Diese Fahrt durch die schottischen Highlands war einer dieser Tage, bei denen man irgendwann aufhört, jedes einzelne Highlight benennen zu wollen.
Man sitzt einfach da, schaut aus dem Fenster und denkt:
Wie schön kann ein Land eigentlich sein? ❤️🏴